Auf Einladung der sehr aktiven Roßdorfer Energie Gemeinschaft e.V. besuchten auch die Roßdörfer Grünen die Baustelle der Windräder am Tannenkopf. Vertreter der GGEW und Ingenieure der Planungsfirma JUWI standen Rede und Antwort. Viele Fragen kamen von den knapp 60 Teilnehmern. „So ein kleines Fundament“ wunderten sich viele Teilnehmer dieses dritten Spaziergangs. Die Fachleute konnten sie beruhigen: Es ist zwar nur im Mittel 2 Meter hoch und 19 Meter breit, aber es ist mehr als doppelt so schwer wie der Aufbau und wird halten.
V.l.n r: Frieder Kaufmann, Christa Kaufmann, Monika Kammer, Wolfgang Jakob
Keine Frage blieb unbeantwortet, hier nur eine kleine Kostprobe:
Wie dick sind die Erdkabel (pro Phase 3 cm dick bei 20.000 Volt Spannung, circa 4 Kilometer sind schon eingebaut),
Welche Geschwindigkeit erreichen die Rotorblätter außen an der Spitze (280 km/h)
Leistungswerte (bei Windgeschwindigkeit 12 Meter/sec Maximalleistung von 2,53 MW pro Rad, bei 20 bis 25 m/sec Abschaltung, Gesamtjahresleistung 15.000 Megawattstunden erwartet, das entspricht rechnerisch dem Strombedarf von 5.000 Haushalten trotz geringerer Bauhöhe durch den Einspruchs des Wetterdienstes)
Gab es Einsprüche der Naturschutzverbände (nein, alle ökologischen Bedenken wurden geprüft und in der Genehmigung verarbeitet)
Wie lange muss ein Windrad laufen, bis es mehr Energie erzeugt hat, als für seinen Bau insgesamt verwendet wurde (8 Monate)
Die Roßdörfer Grünen waren am Zustandekommen dieses Projekts aktiv beteiligt und freuen sich, dass ein guter Kompromiss zwischen dem lokalen Eingriff in die Natur und der globalen Energiewende gefunden wurde.
Wenn wahrscheinlich noch in diesem Jahr der erste Strom vom Tannenkopf kommt, nutzt Roßdorf eine große lokale Energiemenge und wirkt damit dem globalen Klimawandel entgegen.

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